Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Fehlheim
Am Freitag dem 01.07 um 16:00 Uhr war es endlich so weit, der
„Schichtwechsel wurde vollzogen und die Jugendlichen der
Jugendfeuerwehr Fehlheim begannen ihren 1. Berufsfeuerwehrtag, der 20
Stunden dauern sollte. Nachdem um 16:15 Uhr alle eingetroffen waren
begannen wir mit einem Unterricht, so das jeder noch mal genau erfuhr
wer wo im Auto sitzt und welcher Trupp welche Aufgaben hat. Als das
alles geklärt wurde ging es runter in die Halle und jeder schaute
nach ob auch alle Klamotten für die bevorstehenden Einsätze
vorhanden waren.
Kurz darauf wurden die
Jugendlichen auch schon zum 1. Mal über eine Sirene alarmiert.
Danach stürmten alle in die Fahrzeughalle und zogen sich in
Rekordzeit um. Diejenigen die es als erste auf unser LF 8/6 schafften
hatten den ersten Einsatz zu bewältigen, einen
Schuhcontainerbrand. Als der kleine Einsatz beendet war gönnten
wir den Jungs und Mädels eine Pause und hielten einen Unterricht
in dem sie lernten wie man sich bei einem Verkehrsunfall zu verhalten
hat.
Zufällig wurde kurz
darauf zu einem Verkehrsunfall alarmiert, bei welchem die Jugendlichen
gleich ihr erworbenes Wissen unter Beweis stellen konnten. Auf einem
Feldweg war ein Auto mit einem Moped kollidiert und es gab zwei
Verletzte Personen und eine Ölspur die beseitigt werden musste.
Nun da schon 2 Einsätze
erfolgreich absolviert wurden war es Zeit etwas zu essen, es gab
Spagetti Bolognese. Nachdem Essen wurde eine Film geschaut.
Mitten im Film ging dann wieder die Sirene los
.
Die „Berufsfeuerwehr“ Fehlheim wurde zum Brand eines
Klärhäuschens gerufen. Die Jugendlichen mussten eine Leiter
einsetzen,
viele Meter B-Schlauch verlegen und als dann das Hydrantennetz
zusammenbrach musste das Wasser aus dem nahe gelegenen Fluss gewonnen
werden. Dies sollte der anstrengensde Einsatz für heute gewesen
sein. Nun wurde es allmählich dunkel
und
während man den Film zu Ende schaute und die Feldbetten im
Feuerwehrhaus aufgestellt wurden, begann sich die Unruhe zu steigern,
denn jeder ahnte das es noch einen Einsatz im Dunklen geben würde.
Während der 2. Film lief gingen dann alle Betreuer nach unten um
den weitern Ablauf zu besprechen. Als wir wieder nach oben kamen war
die Tür zum Unterrichtsraum kaum zu öffnen, weil sich alle
Jugendlichen um diese gedrängt hatten. Sie dachten wohl jetzt
würde es den nächsten Einsatz geben, aber dies war noch nicht
der Fall. Als sich dann alle wieder einigermaßen beruhigt hatten
ging plötzlich die Sirene los. Nach einem Unwetter wurden mehrere
angetrunkene Menschen im Wald vermisst. Wir schickten die Jugendlichen
in 3er Gruppen und mit je einer Lampe bewaffnet los um die vermissten
Personen zu finden. 2 der vermissten Personen konnten noch laufen, 1
war bewusstlos und musste mit der Trage gerettet werden. Eine der nicht
bewusstlosen Personen war aber stark betrunken und wurde unter
großen Anstrengung zum Feuerwehrauto gebracht, dort endlich
angekommen rastete die betrunkene Person aus und rannte wieder in den
Wald, konnte aber recht schnell von den Jugendfeuerwehrkameraden
eingefangen werden.
Nach diesem letzten Einsatz des Tages saßen alle noch etwas zusammen und spielten
verschiedene
Spiele. Dann ging es langsam ins Bett, aber schlafen konnte man erst
einige Zeit später, da es noch viel zu erzählen gab.
2. Tag
Morgens um 08:00 Uhr standen
die Betreuer auf und holten Brötchen. Alle Jugendlichen schliefen
noch, die beste Möglichkeit sie zu wecken war natürlich die
Sirene laufen zu lassen,
was
wir dann auch taten. Die Jungs und Mädels waren erstaunlich
schnell wach und nur wenige Augenblicke später auch schon in
Einsatzkleidung auf den Autos. Bei dem Einsatz handelte es sich um
einen Fehlalarm. Da nun alle ohnehin wach waren konnten wir nun
frühstücken.
Nachdem das
Frühstück verzehrt war, wurde ein weiterer Unterricht
gehalten, der auf chemische Gefahrstoffe und Gefahren von Gasflaschen
aufmerksam machen sollte. Noch während des Unterrichts wurde
wieder alarmiert. Es brannte in einer Garage, wo natürlich
„zufällig“ Gasflaschen und giftige Stoffe gelagert waren. Die Jugendlichen
nutzten auch Atemschutzflaschen(Attrappen) um sich vor den giftigen Rauchgasen zu schützen.
Nach diesem Einsatz zeigten wir den Jugendlichen noch einmal genau wie man sich um verletzte Personen richtig kümmert.

Kurz danach wurde die Feuerwehr
zu einem Feldbrand gerufen, welcher durch die Gruppe dank ihrer neu
hinzugewonnen Routine schnell und problemlos abgewickelt wurde.

Noch während des Abbaus
ging schon wieder die Sirene los, diesmal brannte ein
Gartenhüttchen. Es mussten nun so schnell wie möglich alle
Geräte und Schläuche vom vorherigen Einsatz auf die Fahrzeuge
geladen werden.
Nachdem dies geschafft war
fuhren wir gleich zum nächsten Einsatzort. Neben dem brennenden
Gartenhüttchen befanden sich wieder 2 verletzte Personen die von
den
Jugendfeuerwehrfrauen
und Männern gerettet wurden. Einige Kameraden gingen mit
Atemschutzgeräten und Strahlrohren bewaffnet an die
Löscharbeiten am Hüttchen.
Nun war auch der letzte
Einsatz beendet und die „Schicht“ neigte sich dem Ende zu.
Als dann die Fahrzeuge geputzt und alles aufgeräumt war beendeten
wir den diesjährigen Berufsfeuerwehrtag. Ich denke an diesem Tag
haben die Jugendlichen sehr viel gelernt, es hat ihnen wohl auch eine
Menge Spaß gemacht unter Zeitdruck Einsätze zu fahren und
während der Freizeit nie zu wissen wann der nächste Einsatz
kommt. Wir werden solch einen Tag auf jeden Fall irgendwann mal
wiederholen.